TDF Ecotech AG

Endprodukte des Abfallwirtschaftszentrums

Recyclingstoffe

Unser Hauptziel ist die Rückführung gebrauchter Materialien in den Stoffkreislauf zum Zweck der Ressourcenschonung. Unter Recycling versteht man den Prozess des Veredelns und stofflichen Verwertens von gesammelten und sortierten Materialien. Es sind vor allem Glas, Papier, Pappe, Kartonagen, Eisen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe. Der sorgfältige Umgang mit unseren Rohstoffen sichert das Leben der künftigen Generationen. Das Recyclingmaterial wird an Verwerter verkauft bzw. von der lokalen Industrie verwendet.

Kompost

Kompost ist eines der Endprodukte der biologischen Behandlung.

Je nach lokalen Gegebenheiten und Kundenwünschen sind drei verschiedene Kompostprodukte möglich:

  • Frischkompost ist hygienisierter, aber noch nicht vollständig ausgereifter Kompost. Er wird in mittlerer bis grober Körnung angeboten. Frischkompost enthält höhere Anteile an leicht abbaubarer organischer Substanz. Diese dient den Bodenlebewesen als sogenannter "Nährhumus". Darüber hinaus enthält Frischkompost alle für die Pflanzendüngung wichtigen Nährstoffe. Frischkompost wird v.a. in der Landwirtschaft eingesetzt.
  • Fertigkompost ist hygienisierter und ausgereifter Kompost. Er wird in feiner bis mittlerer Körnung angeboten. Fertigkompost enthält höhere Anteile an stabilen Huminstoffen. Diese tragen als "Dauerhumus" zur Bodenverbesserung bei. Darüber hinaus enthält Fertigkompost alle für die Düngung wichtigen Pflanzennährstoffe. Fertigkompost wird v.a. im Garten- und Landschaftsbau aber auch in der Landwirtschaft eingesetzt.
  • Substratkompost ist Fertigkompost mit niedrigen Gehalten an Pflanzennährstoffen. Er wird mit feiner Körnung angeboten. Substratkompost wird als Mischkomponente bei der Herstellung von Kultursubstraten und Blumenerden eingesetzt. Die übliche Verwendung von Torf kann entsprechend reduziert werden. Substratkompost wird v.a. vom Gartenbau und der Erdenindustrie nachgefragt.

Das Abfallwirtschaftszentrum mit der Kapazität von 350 000 Jahrestonnen wird jährlich 30 000 Tonnen Kompost produzieren.

RDF

Refuse Derived Fuel/Fester Brennstoff aus Abfall - (kurz RDF -engl. Syn., FBA – deut.Syn.) ist ein Brennstoff, der aus brennbaren Abfällen aufbereitet wird. RDF wird als sog. hochkalorische Fraktion üblicherweise aus Hausmüll, Sperrmüll und hausmüllähnlichem Gewerbeabfall aufbereitet und als als Substitut zu Primärbrennstoffen, d.h. fossilen Brennstoffen wie z.B. Kohle (Braun-und Steinkohle), Erdöl, Erdgas und Holz eingesetzt. Die jeweiligen Abfallanteile richten sich nach den lokalen Gegebenheiten und Kooperationen der öffentlich-rechtlichen oder der privaten Entsorger. Nach der Aufbereitung erfolgt die thermische Nutzung in Mitverbrennungsanlagen, zum Beispiel in den Zementwerken. RDF setzt sich aus den Hauptkomponenten 44-51% Kohlenstoff (C), 29-36% Sauerstoff (O) und 5-7% Wasserstoff (H) zusammen. Daneben finden sich, je nach Abfallherkunft, diverse Schwer- und Störstoffe, in denen entsprechende Gehalte von Schwermetallen nachweisbar sind. In geringeren Mengen enthalten sind Stickstoff, Schwefel, Chlor, Kalium und Natrium und andere Nebenelemente. An den FBA werden von den Verwertern unterschiedliche Anforderungen gestellt. Zum einen bestehen Anforderungen an die physikalischen Eigenschaften wie Feuchte, Korngrösse, Dichte (Unterschiede bei Fluff, Pellets oder Ballen). Zum anderen werden feuerungstechnische und chemische Eigenschaften wie Heizwert, spezifischer Energiegehalt, Flammpunkt , chemische Zusammensetzung wie z.B. Schwermetalle, Halogene, Kohlenstoff und Wasserstoff, Aschegehalte bzw. –zusammensetzung, Schadstoffzuordnung zu einzelnen Stoffgruppen vorgegeben.
Das Ersetzen von Primärbrennstoffen durch Sekundärbrennstoffe ist seit Jahren international Stand der Technik. Diese Tendez ist heute ganz deutlich in der Zementindustrie zu sehen. Zementwerke setzen im ihrem Produktionsverfahren RDF-Stoff ein und  können enorme RDF-Mengen abnehmen.

Im Bild: konfektionierte Erzeugnisse für die Zementindustrie.

Im Bild: aufbereitete Ersatzbrennstoffe für die Zementindustrie, ihre Erzeugung muss auf das jeweilige Verbrennungssystem abgestimmt sein.
Produktion von RDF im Abfallwirtschaftszentrum mit der Kapazität von 35'0000 Jahrestonnen liegt bei 70'000 pro Jahr.

Elektroenergie/Wärme

In unseren Abfallwirtschaftszentren wird auch das Verfahren der Anaeroben Vergärung organischer Stoffe eingesetzt. Eines der Produkte dieses Verfahrens ist das hochwertige Biogas, aus dem Strom und Wärme erzeugt werden. Der entstehende Strom kann in das öffentliche Netz gespeist werden, die Wärme kann auch einer weiteren Verwendung zugeführt werden (Bezeihung der angrenzenden Gebäude). Das Abfallwirtschaftszentrum mit der Kapazität von 350 000 T/Jahr kann bis 8-10 MW Strom und Elektroenergie produzieren.

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